
1,88 €am Tag
Für einen 20-kg-Hund: 294 g Futter
- Preis pro kg
- 6,40€/kg
- FleischFleisch nach Trocknung
- 35%
, laut Etikett 54 %
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Ab wann ist ein Hund Senior, was ändert sich beim Energiebedarf und warum ältere Hunde je Kalorie eher mehr Protein brauchen als weniger.
Irgendwann steht der Hund nicht mehr ganz so schnell auf, der Spaziergang wird kürzer, und im Regal lockt Futter mit „Senior“ oder „Mature“ auf der Packung. Ob ein älterer Hund wirklich anderes Futter braucht, ist weniger klar, als die Regale vermuten lassen. Die europäischen Leitlinien kennen keine eigene Nährstoffempfehlung für ältere Hunde. Was sich mit dem Alter aber ändert, ist der Energiebedarf, und daraus folgt eine Regel, die viele Seniorfutter nicht erfüllen.
Eine feste Grenze gibt es nicht; kleine Rassen altern später als große. Die FEDIAF nennt in ihrer Energietabelle eigene Werte für Hunde über 7 Jahre [1], und auch der Faktor 1,4 für ältere Hunde in der Rechnung der Pet Nutrition Alliance setzt dort an [3]. Wir nutzen deshalb in Rechner und Hundeprofil 7 Jahre als Schwelle. Für einen Zwergpudel ist das früh, für eine Dogge eher spät.
„Senior“ auf der Packung ist eine Positionierung des Herstellers. Eigene Mindestwerte für Seniorfutter gibt es in den FEDIAF-Leitlinien nicht; sie unterscheiden bei den Nährstoffen zwischen erwachsenen Hunden und Wachstum [1]. Ein Seniorfutter muss also dieselben Empfehlungen erfüllen wie jedes andere Futter für erwachsene Hunde. In unserem Bestand tragen 166 von 2.235 Trockenfuttern eine Senior-Angabe im Namen.
Ältere Hunde bewegen sich meist weniger und brauchen weniger Energie. Die FEDIAF nennt für Hunde über 7 Jahre im Mittel 95 kcal je kg Körpergewicht hoch 0,75, bei einer Spanne von 80 bis 120; für Hunde zwischen 3 und 7 Jahren sind es 110 [1]. Eine Auswertung von 319 Familienhunden fand ebenfalls, dass der Bedarf mit dem Alter sinkt [2].
In Zahlen: Ein kastrierter 20-kg-Hund mit normaler Bewegung braucht nach unserer Rechnung mit 4 Jahren rund 1.059 kcal am Tag, mit 8 Jahren rund 927 kcal. Bei einem Trockenfutter aus der Mitte der benoteten Sorten unseres Bestands sind das rund 249 statt 285 g am Tag. Wer die alte Menge einfach weiterfüttert, gibt jeden Tag gut ein Achtel zu viel. Bewegt sich dein Hund zusätzlich weniger, wählst du im Rechner „wenig“, das senkt den Bedarf weiter.
Wer weniger Energie braucht, frisst weniger Futter. Mit der Futtermenge sinkt aber auch alles, was im Futter steckt: Eiweiß, Mineralstoffe, Vitamine. Der Bedarf an diesen Nährstoffen sinkt nicht im gleichen Maß. Deshalb steigen die Empfehlungen je 1.000 kcal, wenn ein Hund wenig Energie braucht. Für Hunde mit einem Bedarf von 95 statt 110 kcal je kg hoch 0,75 empfiehlt FEDIAF mindestens 52,1 g Rohprotein je 1.000 kcal statt 45 g [1].
Genau diese Logik steckt in unserer Vergleichsnote als Proteinreserve. Sie gibt volle Punkte ab 70 g Protein je 1.000 kcal, weil dann auch ein Hund, der kaum noch mehr als seinen Ruhebedarf frisst, auf die empfohlene Menge kommt. Unter den benoteten Sorten in unserem Bestand liegt die Mitte der Trockenfutter bei 70 g Protein je 1.000 kcal.
Hersteller setzen bei Seniorfutter unterschiedlich an. Manche senken die Energie je 100 g, meist über weniger Fett oder mehr Rohfaser. Das kann sinnvoll sein, wenn dein Hund zum Zunehmen neigt, weil er dann mehr Volumen für dieselbe Energie bekommt. Manche senken aber auch das Protein. Ob ein Seniorfutter je Kalorie mehr oder weniger Protein hat als das bisherige Futter, siehst du erst, wenn du auf 1.000 kcal umrechnest. Wie das geht, steht im Ratgeber Analytische Bestandteile. Die Beispiele aus dem Bestand zeigen die Rechnung.
Beispiel aus dem Bestand, Trockenfutter
86,2 g Rohprotein je 1.000 kcal. FEDIAF-Mindestempfehlung für erwachsene Hunde: 45,0 g. Energie 360 kcal je 100 g.

1,88 €am Tag
Für einen 20-kg-Hund: 294 g Futter
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Beispiel aus dem Bestand, Trockenfutter
54,8 g Rohprotein je 1.000 kcal. FEDIAF-Mindestempfehlung für erwachsene Hunde: 45,0 g. Energie 374 kcal je 100 g.

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Für einen 20-kg-Hund: 283 g Futter
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Weniger Protein ist für ältere Hunde keine Empfehlung der FEDIAF-Leitlinien. Futter mit bewusst gesenktem Protein für bestimmte Erkrankungen sind eine eigene Futterart: Diätfuttermittel mit festgelegten Verwendungszwecken [4]. Sie gehören in tierärztliche Hand. Wir benoten Diätfuttermittel deshalb nicht, weil ein Vergleich mit gewöhnlichem Alleinfutter ihrem Zweck nicht gerecht würde.
Beispiel aus dem Bestand, Nassfutter
101,8 g Rohprotein je 1.000 kcal. FEDIAF-Mindestempfehlung für erwachsene Hunde: 45,0 g. Energie 130 kcal je 100 g.

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Für einen 20-kg-Hund: 817 g Futter
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Nicht unbedingt. Wenn dein Hund mit seinem bisherigen Futter sein Gewicht hält, gut frisst und das Futter die FEDIAF-Empfehlungen für erwachsene Hunde erreicht, gibt es keinen fachlichen Grund, nur wegen des Alters zu wechseln. Zwei Dinge lohnen sich trotzdem:
Bei älteren Hunden fällt Übergewicht oft erst spät auf, weil sich Bewegung und Bedarf schleichend ändern. Ein Blick auf die Figur hilft: Rippen fühlbar, aber nicht sichtbar, Taille von oben erkennbar. Wie viel eine schlanke Figur ausmacht, zeigt eine Langzeitstudie mit Labradoren: Hunde, die ein Leben lang ein Viertel weniger Futter bekamen als ihre Geschwister, lebten im Mittel 13 statt 11,2 Jahre [5].
Nimmt dein Hund im Alter dagegen ab, ohne dass du die Menge geändert hast, ist das ein Grund für einen Besuch in der Tierarztpraxis und kein Anlass für ein neues Futter.
Ein älterer Hund braucht meist weniger Energie, aber nicht weniger Nährstoffe. Achte deshalb auf zwei Zahlen: die Energie je 100 g, damit die Menge stimmt, und das Protein je 1.000 kcal, damit bei kleinerer Menge genug ankommt. Ob „Senior“ auf der Packung steht, ist dafür zweitrangig. Alle Futter mit Vergleichsnote findest du in den Listen für Trockenfutter und Nassfutter.
Luca betreibt NapfScout und schreibt die Ratgeber. Jede Faktenaussage ist mit einer Quelle belegt; wo die Forschung uneins ist, steht die Evidenzstufe dabei. Zahlen aus dem eigenen Bestand werden bei jedem Datenabruf neu berechnet. Wie die Vergleichsnote entsteht, steht in der Methodik.