
1,36 €am Tag
Für einen 20-kg-Hund: 299 g Futter
- Preis pro kg
- 4,54€/kg
- FleischFleisch nach Trocknung
- 56%
, laut Etikett 85 %
2 Shops
Was Rohprotein, Rohfett, Rohfaser und Rohasche bedeuten, wie du auf Trockenmasse und je 1.000 kcal umrechnest und welche Werte im Bestand typisch sind.
Unter „Analytische Bestandteile“ steht auf jedem Hundefutter eine kurze Tabelle mit Prozentwerten. Sie ist die einzige Stelle, an der der Hersteller Zahlen zu den Nährstoffen nennen muss, und sie ist zugleich die am häufigsten missverstandene. Zwei Futter mit 10 % und 25 % Protein können gleich viel Eiweiß liefern. Dieser Ratgeber erklärt die Begriffe, zeigt die zwei Umrechnungen, die Futter vergleichbar machen, und nennt die typischen Werte in unserem Bestand.
Pflicht sind vier Werte: Rohprotein, Rohfett, Rohfaser und Rohasche. Liegt die Feuchte über 14 %, muss auch sie angegeben werden, bei Nassfutter also immer [1]. Alles andere ist freiwillig: Calcium, Phosphor, Natrium, die Energie. Zugesetzte Vitamine und Spurenelemente mit Höchstgehalt stehen dagegen verpflichtend bei den Zusatzstoffen [1].
Das „Roh“ hat nichts mit rohem Fleisch zu tun. Es bedeutet, dass die Laboranalyse eine ganze Stoffgruppe erfasst und keinen einzelnen Stoff:
Was nicht dasteht, sind die Kohlenhydrate. Sie ergeben sich als Rest: 100 minus Protein, Fett, Faser, Asche und Feuchte. Dieser Rest heißt N-freie Extraktstoffe und besteht vor allem aus Stärke. Einen festen Bedarf an Kohlenhydraten haben erwachsene Hunde nicht, wenn genug Protein und Fett im Futter ist [4].
Die Werte auf dem Etikett gelten für das Futter so, wie es in den Napf kommt. Weil Nassfutter viel Wasser enthält, sehen seine Werte klein aus. Vergleichbar werden sie, wenn du das Wasser herausrechnest:
Wert in der Trockenmasse = Wert auf dem Etikett ÷ (100 − Feuchte) × 100
Bei 10 % Protein und 80 % Feuchte sind das 10 ÷ 20 × 100 = 50 % Protein in der Trockenmasse. Ein Trockenfutter mit 25 % Protein und 10 % Feuchte kommt auf knapp 28 %. Die zwei Beispiele aus unserem Bestand zeigen beide Rechnungen nebeneinander.
Beispiel aus dem Bestand, Trockenfutter
| Bestandteil | wie verfüttert | in der Trockenmasse |
|---|---|---|
| Rohprotein | 29,5 % | 35,1 % |
| Rohfett | 15 % | 17,9 % |
| Rohfaser | 2 % | 2,4 % |
| Rohasche | 8 % | 9,5 % |
| Feuchte | 16 % | entfällt |
354 kcal je 100 g, nach der FEDIAF-Formel berechnet. Das sind 83,3 g Protein je 1.000 kcal.

1,36 €am Tag
Für einen 20-kg-Hund: 299 g Futter
2 Shops
Beispiel aus dem Bestand, Nassfutter
| Bestandteil | wie verfüttert | in der Trockenmasse |
|---|---|---|
| Rohprotein | 13,54 % | 37,4 % |
| Rohfett | 13,67 % | 37,8 % |
| Rohfaser | 0,61 % | 1,7 % |
| Rohasche | 3,19 % | 8,8 % |
| Feuchte | 63,83 % | entfällt |
190 kcal je 100 g, nach der FEDIAF-Formel berechnet. Das sind 71,4 g Protein je 1.000 kcal.

4,89 €am Tag
Für einen 20-kg-Hund: 559 g Futter
1 Shop
Fehlt beim Trockenfutter die Feuchte, darf der Hersteller sie weglassen, solange sie unter 14 % liegt [1, 3]. Wir rechnen dann mit 9 % und schreiben „angenommen“ dazu.
Die Trockenmasse hat einen Haken: Sie berücksichtigt nicht, wie viel Energie ein Futter hat. Ein Hund frisst aber so viel, bis sein Energiebedarf gedeckt ist. Ein fettreiches Futter mit viel Energie fütterst du sparsamer, also nimmt dein Hund damit auch weniger Protein auf. Deshalb geben die FEDIAF-Leitlinien ihre Empfehlungen je 1.000 kcal an [2]:
g je 1.000 kcal = Wert in % ÷ kcal je 100 g × 1.000
Für erwachsene Hunde empfiehlt FEDIAF mindestens 45 g Rohprotein und 13,75 g Rohfett je 1.000 kcal, für Hunde mit niedrigem Energiebedarf 52,1 g Protein [2]. Unter den benoteten Sorten in unserem Bestand liegt die Mitte bei 70 g Protein je 1.000 kcal im Trockenfutter und 96 g im Nassfutter. Diese Umrechnung nutzen wir für den Grundcheck und für die Proteinreserve in der Vergleichsnote.
Nennt der Hersteller keine Energie, lässt sie sich aus der Analytik schätzen. Die FEDIAF-Leitlinien beschreiben dafür eine Rechnung in vier Schritten [2]:
Die umsetzbare Energie ist der Wert, der für die Futtermenge zählt. Ab 8 % Rohfaser in der Trockenmasse gilt das Ergebnis nur noch als Untergrenze [2]. Mit diesem Wert rechnest du im Ratgeber Futtermenge berechnen die Tagesration aus.
Die Faktoren zeigen auch, warum der Fettgehalt so viel ausmacht. Ein Gramm Fett bringt in der Rechnung 9,4 kcal Bruttoenergie, ein Gramm Protein 5,7 und ein Gramm Kohlenhydrate 4,1. Zwei Prozentpunkte mehr Fett heben die Energie eines Trockenfutters deshalb spürbar, und die Tagesmenge sinkt. Wer von einem mageren auf ein fettreiches Futter wechselt und die Grammzahl beibehält, füttert mehr Energie als vorher.
Die Tabelle zeigt die Mitte (Median) jeder Kennzahl, getrennt nach Form. Die Werte kommen aus den benoteten Sorten unseres aktuellen Bestands und ändern sich mit jedem Datenabruf.
| Bestandteil | Trockenfutter | Nassfutter |
|---|---|---|
| Rohprotein | 26,0 % | 10,0 % |
| Rohfett | 14,0 % | 6,0 % |
| Rohfaser | 2,8 % | 0,5 % |
| Rohasche | 7,0 % | 2,2 % |
| Energie je 100 g | 372 kcal | 102 kcal |
| Protein je 1.000 kcal | 70 g | 96 g |
Auf jeder Produktseite zeigt ein Streifen, wo ein Futter bei jedem dieser Werte innerhalb seiner Form liegt.
Beide sind freiwillige Angaben, aber wichtige. Für erwachsene Hunde empfiehlt FEDIAF 1,25 bis 6,25 g Calcium und 1,0 bis 4,0 g Phosphor je 1.000 kcal, das Verhältnis von Calcium zu Phosphor soll zwischen 1 : 1 und 2 : 1 liegen [2]. Bei Welpen sind die Grenzen enger, vor allem bei großen Rassen; mehr dazu im Ratgeber Welpenfutter. Nennt ein Futter beides, prüfen wir es im Grundcheck. Fehlt es, steht dort „nicht deklariert“, ohne Abzug.
Die analytischen Bestandteile sind Typwerte der Rezeptur. Die Verordnung erlaubt Abweichungen zwischen Etikett und tatsächlichem Gehalt; beim Protein liegen sie im üblichen Bereich in der Größenordnung von 10 % des angegebenen Werts [1, 3]. Zwei Futter, die sich um einen Prozentpunkt Protein unterscheiden, sind deshalb praktisch gleich. Wir rechnen mit den deklarierten Werten und machen keine eigene Laboranalyse. Beim Grundcheck lassen wir deshalb 10 % Spielraum, bevor wir einen Befund melden.
Luca betreibt NapfScout und schreibt die Ratgeber. Jede Faktenaussage ist mit einer Quelle belegt; wo die Forschung uneins ist, steht die Evidenzstufe dabei. Zahlen aus dem eigenen Bestand werden bei jedem Datenabruf neu berechnet. Wie die Vergleichsnote entsteht, steht in der Methodik.