
1,33 €am Tag
Für einen 20-kg-Hund: 266 g Futter
- Preis pro kg
- 5,00€/kg
- FleischFleisch nach Trocknung
- 56%
, laut Etikett 72 %
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Wie viel Futter braucht dein Hund am Tag? Rechner nach FEDIAF, Tabelle nach Körpergewicht und warum jede Grammzahl nur ein Startwert ist.
Auf jeder Packung steht eine Fütterungsempfehlung, meist als Spanne für eine Gewichtsklasse. Für deinen Hund passt sie oft nur ungefähr, weil sie zwei Dinge zusammenfasst, die du besser getrennt anschaust: wie viel Energie dein Hund am Tag braucht und wie viel Energie in 100 g genau dieses Futters steckt. Beides lässt sich rechnen. Heraus kommt ein Startwert, den du danach an Gewicht und Figur deines Hundes anpasst.
Trag Gewicht, Alter und Bewegung ein. Ohne weitere Angaben rechnet der Rechner mit der Mitte der benoteten Trocken- oder Nassfutter in unserem Bestand. Steht auf deiner Packung ein Energiewert, ersetzt du die Vorgabe damit, dann stimmt die Menge für genau dein Futter. Wie gerechnet wird, steht in den Abschnitten darunter.
285 g am Tag
Startwert, Spanne 228 g bis 342 g. Nach Gewicht und Figur anpassen (Rippen fühlbar, Taille sichtbar).
Grundlage jeder Rechnung ist der Ruhebedarf, abgekürzt RER (resting energy requirement). Die übliche Formel lautet: RER = 70 × Körpergewicht in kg hoch 0,75 [1, 2]. Der Exponent sorgt dafür, dass der Bedarf langsamer wächst als das Gewicht. Ein 10-kg-Hund braucht in Ruhe rund 394 kcal am Tag, ein 40-kg-Hund mit dem vierfachen Gewicht rund 1.113 kcal, also nicht einmal das Dreifache. Große Hunde brauchen deshalb pro Kilo Körpergewicht deutlich weniger Futter als kleine.
Aus dem Ruhebedarf wird der Erhaltungsbedarf (MER), indem du ihn mit einem Faktor multiplizierst. Wir nutzen die Faktoren der Pet Nutrition Alliance [1] und haben sie mit den Tabellen der FEDIAF abgeglichen. Die FEDIAF ist der europäische Verband der Heimtiernahrungs-Hersteller; ihre Nährstoffleitlinien sind in Europa der Maßstab für Alleinfutter [3].
| Situation | Faktor auf den Ruhebedarf |
|---|---|
| erwachsen, kastriert | 1,6 |
| erwachsen, nicht kastriert | 1,8 |
| junger Erwachsener, 1 bis 2 Jahre | plus 0,2 |
| ab 7 Jahren | 1,4 |
| wenig Bewegung, unter 1 Stunde am Tag | minus 0,2 |
| aktiv, 1 bis 3 Stunden, auch intensiv | plus 0,2 |
| Arbeits- oder Sporthund, 3 bis 6 Stunden Arbeit | plus 0,6 |
Zum Abgleich: FEDIAF nennt für Hunde zwischen 3 und 7 Jahren im Mittel 110 kcal je kg Körpergewicht hoch 0,75, für ältere Hunde 95 und für junge Erwachsene 130 [3]. Umgerechnet sind das rund das 1,6-, 1,4- und 1,9-Fache des Ruhebedarfs; die Faktoren passen also zusammen. Für einen kastrierten 20-kg-Hund mit normaler Bewegung ergibt das rund 1.059 kcal am Tag. Mit diesem Referenzhund rechnen auch unsere Produktkarten, solange du keinen eigenen Hund gespeichert hast.
Jetzt kommt das Futter ins Spiel. Die Menge in Gramm ist der Tagesbedarf in kcal geteilt durch die kcal je 100 g, mal 100. Wie viel Energie ein Futter hat, schwankt stärker, als die Packungen vermuten lassen. Unter den benoteten Sorten in unserem Bestand liegt die Mitte der Trockenfutter bei 372 kcal je 100 g. Ein Viertel der Sorten hat weniger als 356 kcal, ein Viertel mehr als 385 kcal. Nassfutter liegt in der Mitte bei 102 kcal, weil ein großer Teil davon Wasser ist.
Nennt der Hersteller die Energie, gilt seine Angabe; sie muss nach der amtlichen Methode ermittelt sein [4]. Fehlt sie, rechnen wir sie nach der Formel aus den FEDIAF-Leitlinien aus Protein, Fett, Rohfaser, Asche und Feuchte [3]. Die zwei Beispiele unten zeigen, was der Unterschied im Napf ausmacht: gleicher Hund, zwei Trockenfutter, verschiedene Mengen.
Beispiel aus dem Bestand, Trockenfutter
399 kcal je 100 g (nach FEDIAF berechnet). Ein 20‑kg‑Hund braucht davon als Startwert rund 266 g am Tag. Feuchte 9 % (angenommen).

1,33 €am Tag
Für einen 20-kg-Hund: 266 g Futter
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Beispiel aus dem Bestand, Trockenfutter
327 kcal je 100 g (nach FEDIAF berechnet). Ein 20‑kg‑Hund braucht davon als Startwert rund 324 g am Tag. Feuchte 16,5 %.

3,56 €am Tag
Für einen 20-kg-Hund: 324 g Futter
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Wer das Futter wechselt, sollte die Menge deshalb neu rechnen und nicht einfach die alte Grammzahl übernehmen. Das gilt auch umgekehrt: Liegt die Empfehlung auf der Packung weit neben deinem Startwert, lohnt ein Blick auf den Energiewert.
Die Tabelle zeigt Startwerte für erwachsene, kastrierte Hunde mit normaler Bewegung. Sie rechnet mit der Mitte der benoteten Sorten unseres Bestands; hat dein Futter mehr Energie, brauchst du entsprechend weniger.
| Gewicht | Energie am Tag | Trockenfutter | Nassfutter |
|---|---|---|---|
| 5 kg | 375 kcal | 101 g | 368 g |
| 10 kg | 630 kcal | 169 g | 619 g |
| 15 kg | 854 kcal | 230 g | 839 g |
| 20 kg | 1.059 kcal | 285 g | 1.041 g |
| 25 kg | 1.252 kcal | 337 g | 1.231 g |
| 30 kg | 1.436 kcal | 386 g | 1.412 g |
| 40 kg | 1.781 kcal | 479 g | 1.752 g |
Für einen nicht kastrierten Hund rechnest du etwa ein Achtel mehr (Faktor 1,8 statt 1,6), ab 7 Jahren etwa ein Achtel weniger (1,4). Für ein genaues Ergebnis mit deinem Futter nimm den Rechner oben.
Die Faktoren sind Mittelwerte aus Studien mit vielen Hunden. Der einzelne Hund liegt oft daneben, und zwar deutlich. Eine Auswertung vieler Studien fand für erwachsene Hunde im Mittel 142,8 kcal je kg hoch 0,75, mit einer Standardabweichung von 55,3 [5]. Die Pet Nutrition Alliance nennt Abweichungen von bis zu 50 % [1], und FEDIAF weist darauf hin, dass die Tabellenwerte den Bedarf vieler Familienhunde um 10 bis 60 % überschätzen können [3].
Deshalb zeigt der Rechner eine Spanne von plus und minus 20 % um den Startwert. Wo dein Hund darin liegt, zeigt dir seine Figur: Rippen fühlbar, aber nicht sichtbar, Taille von oben erkennbar. Das entspricht den Stufen 4 bis 5 auf der neunstufigen Skala, die FEDIAF als Ziel nennt [3]. Dass sich eine schlanke Figur lohnt, zeigt eine Langzeitstudie mit Labradoren: Die Hunde, die ihr Leben lang ein Viertel weniger Futter bekamen als ihre Geschwister, lebten im Mittel 13 statt 11,2 Jahre [7].
Unser Vorschlag für die Praxis: Wiege deinen Hund in den ersten Wochen nach einer Umstellung alle zwei Wochen. Nimmt er zu oder ab, obwohl er das nicht soll, änderst du die Menge um etwa 10 % und wiegst wieder. Leckerlis, Kauartikel und Tischreste bringen ebenfalls Energie mit; was du davon gibst, ziehst du von der Tagesmenge ab.
Bei Welpen reicht ein fester Faktor nicht, weil der Bedarf mit dem Wachstum sinkt. FEDIAF rechnet deshalb mit dem Anteil am erwarteten Endgewicht: Erhaltungsbedarf = (254,1 − 135 × p) × Körpergewicht hoch 0,75, wobei p das aktuelle Gewicht geteilt durch das erwartete Endgewicht ist [3]. Kennst du das Endgewicht nicht, nutzt der Rechner die Faustregel der Pet Nutrition Alliance: dreimal den Ruhebedarf unter vier Monaten, danach zweimal [1].
Mit Endgewicht folgt die Rechnung dem Wachstum genauer, und das macht bei großen Rassen einen Unterschied. Ein Welpe mit erwarteten 60 kg braucht mit 3 Monaten und 20 kg nach der FEDIAF-Formel rund 1.978 kcal am Tag; die Faustregel ohne Endgewicht (dreimal der Ruhebedarf) kommt auf praktisch gleich viel. Mit 6 Monaten und 40 kg sind es nach FEDIAF rund 2.610 kcal, die Faustregel (jetzt zweimal der Ruhebedarf) rechnet rund 15 % weniger. Die Faustregel liegt also mal fast richtig, mal deutlich daneben. Trag das Endgewicht deshalb ein, wenn du es ungefähr kennst. Welpen solltest du nie zur freien Verfügung füttern: Zu viel Energie lässt sie schneller wachsen, als ihrem Skelett guttut [3]. Mehr dazu steht im Ratgeber Welpenfutter.
Luca betreibt NapfScout und schreibt die Ratgeber. Jede Faktenaussage ist mit einer Quelle belegt; wo die Forschung uneins ist, steht die Evidenzstufe dabei. Zahlen aus dem eigenen Bestand werden bei jedem Datenabruf neu berechnet. Wie die Vergleichsnote entsteht, steht in der Methodik.