
1,89 €am Tag
Für einen 20-kg-Hund: 291 g Futter
- Preis pro kg
- 6,50€/kg
- FleischFleisch nach Trocknung
- 46%
, laut Etikett 61 %
1 Shop
Was Welpenfutter anders macht, warum bei großen Rassen das Calcium zählt und wie viel ein Welpe fressen sollte. Mit FEDIAF-Werten und Rechner.
Ein Welpe verdoppelt sein Gewicht in den ersten Monaten mehrfach. Dafür braucht er je Kalorie mehr Eiweiß, mehr Fett und mehr Mineralstoffe als ein erwachsener Hund, bei großen Rassen aber auch nicht zu viel davon. Welpenfutter ist deshalb anders zusammengesetzt. Dieser Ratgeber zeigt, welche Werte die europäischen Leitlinien für Welpen empfehlen, worauf du bei großen Rassen achten solltest und wie du die richtige Menge findest.
Die FEDIAF, der europäische Verband der Heimtiernahrungs-Hersteller, unterscheidet zwei Wachstumsphasen: das frühe Wachstum bis zur 14. Lebenswoche und das späte Wachstum danach [1]. Für beide gelten höhere Mindestwerte als für erwachsene Hunde. Die Tabelle zeigt die Empfehlungen je 1.000 kcal:
| Nährstoff je 1.000 kcal | Erwachsen | Welpe bis 14 Wochen | Junghund danach |
|---|---|---|---|
| Protein, mindestens | 45,0 g | 62,5 g | 50,0 g |
| Fett, mindestens | 13,75 g | 21,25 g | 21,25 g |
| Calcium | 1,25–6,25 g | 2,50–4,00 g | 2,00–4,50 g |
| Phosphor, mindestens | 1,00 g | 2,25 g | 1,75 g |
| Calcium zu Phosphor | 1–2 : 1 | 1–1,6 : 1 | 1–1,8 : 1 |
Quelle der Werte: FEDIAF 2024, Tabelle III-3b [1]. Für Junghunde großer Rassen gelten beim Calcium engere Grenzen, dazu gleich mehr. Die Werte sind Empfehlungen mit Sicherheitsreserve, keine Mindestbedarfe; ein Hersteller kann begründet abweichen [1].
Bei Welpen großer Rassen kommt es nicht nur auf das Verhältnis von Calcium zu Phosphor an, sondern auf die absolute Menge Calcium. Die FEDIAF-Leitlinien begründen das mit Studien, nach denen zu viel Calcium bei großen Rassen die Skelettentwicklung stört [1]. Für Junghunde, die ausgewachsen mehr als 15 kg wiegen, empfiehlt FEDIAF bis etwa zum sechsten Monat 2,5 bis 4,0 g Calcium je 1.000 kcal und ein Verhältnis zu Phosphor von höchstens 1,6 : 1 [1]. Der Verband der US-Futtermittelkontrolleure (AAFCO) setzt für große Rassen eine Obergrenze von 1,8 % Calcium in der Trockenmasse [2].
Weil Calcium und Phosphor freiwillige Angaben sind, fehlen sie auf manchen Packungen [4]. Für einen Welpen großer Rasse lohnt es sich, ein Futter zu wählen, das beide Werte nennt. Auf unseren Produktseiten prüft der Grundcheck jedes benotete Futter an den Werten seiner Lebensphase. Die Beispiele zeigen, wie das aussieht, zwei Trockenfutter und ein Nassfutter.
Beispiel aus dem Bestand, Trockenfutter
FEDIAF-Grundcheck für Junghunde großer Rassen, je 1.000 kcal, laut Deklaration:

1,89 €am Tag
Für einen 20-kg-Hund: 291 g Futter
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Beispiel aus dem Bestand, Trockenfutter
FEDIAF-Grundcheck für Welpen bis 14 Wochen, je 1.000 kcal, laut Deklaration:

4,00 €am Tag
Für einen 20-kg-Hund: 285 g Futter
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Beispiel aus dem Bestand, Nassfutter
FEDIAF-Grundcheck für Junghunde, je 1.000 kcal, laut Deklaration:

7,89 €am Tag
Für einen 20-kg-Hund: 743 g Futter
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Ein Befund heißt nicht, dass ein Futter ungeeignet ist. Er heißt, dass die deklarierten Werte mehr als 10 % neben der FEDIAF-Empfehlung liegen. Ob das für deinen Welpen eine Rolle spielt, klärst du am besten mit deiner Tierarztpraxis. Für die Vergleichsnote wirkt ein Befund als Deckel: Mehr als die Note D gibt es dann nicht.
Manche Futter werben damit, für Welpen und erwachsene Hunde gleichermaßen geeignet zu sein. Solche Futter müssen die strengeren Werte für das frühe Wachstum erfüllen [1]. Wir prüfen sie deshalb mit den Welpenwerten. Für einen erwachsenen Hund ist das kein Nachteil, solange die Menge zur Energie passt.
Der Energiebedarf eines Welpen hängt davon ab, wie weit er schon gewachsen ist. FEDIAF rechnet mit dem Anteil am erwarteten Endgewicht: (254,1 − 135 × p) × Körpergewicht hoch 0,75, wobei p das aktuelle durch das erwartete Endgewicht ist [1]. Ein Welpe bei einem Viertel seines Endgewichts braucht damit je kg hoch 0,75 deutlich mehr Energie als einer, der fast ausgewachsen ist. Kennst du das Endgewicht nicht, hilft eine Faustregel: dreimal der Ruhebedarf unter vier Monaten, danach zweimal [3]. Das ist ungenauer, vor allem bei älteren Welpen großer Rassen.
Ein Beispiel mit erwarteten 30 kg Endgewicht: Mit 10 kg braucht der Welpe nach der FEDIAF-Formel rund 1.176 kcal am Tag, mit 20 kg rund 1.552 kcal. Er hat sein Gewicht verdoppelt, braucht aber nur etwa ein Drittel mehr Energie, weil sein Wachstum langsamer wird. Die Faustregel ohne Endgewicht käme mit 20 kg auf rund 1.324 kcal. Bei einem Trockenfutter aus der Mitte unseres Bestands sind das rund 61 g Unterschied am Tag.
Der Rechner ist auf einen Welpen voreingestellt. Trag Gewicht, Alter und das erwartete Endgewicht ein, die Züchterin oder der Tierarzt kann es meist gut schätzen.
347 g am Tag
Startwert, Spanne 277 g bis 416 g. Nach Gewicht und Figur anpassen (Rippen fühlbar, Taille sichtbar).
Welpen nie zur freien Verfügung füttern: Zu viel Energie lässt sie zu schnell wachsen.
Das Wichtigste steht in den FEDIAF-Leitlinien sehr deutlich: Welpen sollen nicht zur freien Verfügung gefüttert werden. Zu viel Energie beschleunigt das Wachstum, und bei großen Rassen gilt schnelles Wachstum als Risiko für die Skelettentwicklung [1]. Ziel ist ein schlanker Welpe, bei dem du die Rippen fühlst. Wiege ihn regelmäßig und passe die Menge an, wenn er schneller zunimmt als erwartet.
Der Wechsel richtet sich danach, wann dein Hund ausgewachsen ist, und das hängt von der Größe ab. Kleine Rassen sind früher fertig als große. In unserem Rechner und im Hundeprofil gelten Hunde bis 12 Monate als Welpen, bei großen und Riesenrassen bis 18 Monate. Das ist eine Vereinfachung; der Blick auf die Gewichtskurve deines Hundes sagt mehr. Stell das Futter schrittweise über einige Tage um und rechne die Menge neu, weil Erwachsenenfutter oft weniger Energie hat.
Alle benoteten Welpenfutter findest du in der Liste Trockenfutter mit dem Filter für die Lebensphase. Wie der Grundcheck genau rechnet, steht in der Methodik.
Luca betreibt NapfScout und schreibt die Ratgeber. Jede Faktenaussage ist mit einer Quelle belegt; wo die Forschung uneins ist, steht die Evidenzstufe dabei. Zahlen aus dem eigenen Bestand werden bei jedem Datenabruf neu berechnet. Wie die Vergleichsnote entsteht, steht in der Methodik.