
1,36 €am Tag
Für einen 20-kg-Hund: 299 g Futter
- Preis pro kg
- 4,54€/kg
- FleischFleisch nach Trocknung
- 56%
, laut Etikett 85 %
2 Shops
60 % Frischfleisch auf der Packung, aber wie viel steckt im fertigen Trockenfutter? So rechnest du den Fleischanteil um, mit echten Beispielen.
„Mit 60 % frischem Truthahn“ steht auf vielen Säcken Trockenfutter. Das stimmt, sagt aber etwas anderes, als die meisten lesen. Die 60 % beziehen sich auf die Zutaten vor der Herstellung, und frisches Fleisch besteht größtenteils aus Wasser. Im fertigen Futter bleibt davon deutlich weniger übrig. Dieser Ratgeber zeigt, wie du den Anteil selbst umrechnest, was die Namen auf der Packung bedeuten und warum mehr Fleisch nicht automatisch besseres Futter heißt.
Die Zusammensetzung nennt die Zutaten nach ihrem Gewicht, das schwerste zuerst [3]. Maßgeblich ist das Gewicht beim Einwiegen in die Mischung, die FEDIAF spricht vom Mischschüssel-Prinzip. Getrocknete Zutaten wie Fleischmehl gehen mit ihrem Trockengewicht in die Liste ein, frisches Fleisch mit seinem ganzen Wasser [1]. Das ist erlaubt und Branchenpraxis. Es führt aber dazu, dass frisches Fleisch weiter oben steht, als es seinem Anteil im fertigen Futter entspricht.
Für Zutaten tierischen Ursprungs nennt der FEDIAF-Kodex als Richtwert 75 % Wasser, also 25 % Trockenmasse [1]. Messdaten der US-Landwirtschaftsbehörde bestätigen das für mageres Muskelfleisch und die meisten Innereien; fettere Stücke haben weniger Wasser [4]:
| Rohes Fleischteil | Wasser je 100 g | Trockenmasse-Faktor |
|---|---|---|
| Huhn, nur Fleisch | 75,5 g | 0,25 |
| Huhn, Fleisch mit Haut | 66,0 g | 0,34 |
| Hühnerleber | 76,5 g | 0,24 |
| Rinderherz | 77,1 g | 0,23 |
| Pansen | 84,2 g | 0,16 |
| Schweinebauch | 36,7 g | 0,63 |
Die Rechnung hat zwei Schritte. Erst ziehst du bei frischem Fleisch das Wasser ab: 60 kg frischer Truthahn werden mit dem Faktor 0,25 zu 15 kg Trockenmasse. Dann schaust du, wie viel fertiges Futter aus 100 kg Zutaten entsteht. Das ist weniger als 100 kg, weil auch die anderen Zutaten Wasser verlieren. Wir rechnen die übrigen Zutaten mit 90 % Trockenmasse und die fertige Krokette mit 8 % Restfeuchte. Der Anteil des Fleisches am fertigen Futter ist dann die Trockenmasse des Fleisches geteilt durch die Masse des fertigen Futters.
Weil der Wassergehalt je nach Fleischteil schwankt, rechnen wir zusätzlich mit den Faktoren 0,20 und 0,40 und zeigen die Spanne. Vierteln gibt es nur, wenn die Deklaration das Fleisch ausdrücklich als frisch oder roh bezeichnet; flüssige Hydrolysate wie „Leber hydrolysiert“ rechnen wir ebenso. Steht dort „getrocknet“, „Mehl“ oder nur „Huhn“ ohne weiteren Hinweis, zählt es voll. Das Beispiel zeigt die Rechnung an einem Futter aus unserem Bestand.
Beispiel aus dem Bestand, Trockenfutter
Laut Etikett 85 % Fleisch in der Rezeptur. Nach unserer Umrechnung stammen rund 56 % des fertigen Futters aus Fleisch (51 % bis 66 %).

1,36 €am Tag
Für einen 20-kg-Hund: 299 g Futter
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Je mehr frisches Fleisch eine Rezeptur nennt, desto größer ist der Abstand zwischen Etikett und fertigem Futter. Bei getrocknetem Fleisch oder Fleischmehl ist er klein, weil dort kaum Wasser mehr verdunstet. Ein Futter mit „30 % getrocknetem Huhn“ kann also mehr Fleisch enthalten als eines mit „60 % frischem Huhn“.
Beispiel aus dem Bestand, Trockenfutter
Laut Etikett 41 % Fleisch in der Rezeptur. Nach unserer Umrechnung stammen rund 38 % des fertigen Futters aus Fleisch.

1,10 €am Tag
Für einen 20-kg-Hund: 300 g Futter
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Unsere Rechnung ist ein Modell. Sie setzt voraus, dass die Prozentangaben vollständig sind und der Richtwert zum verwendeten Fleisch passt. Deshalb schreiben wir immer „nach unserer Umrechnung“ und nennen die Spanne. Ein Vorwurf an den Hersteller steckt darin nicht: Das Wiegen vor der Trocknung ist die vorgesehene Art zu deklarieren.
Wer eine Zutat hervorhebt, in Wort oder Bild, muss ihren Anteil in Prozent angeben [3]. Deklarierte Prozente sind verbindlich; eine Toleranz nach unten gibt es nicht [2]. Für die Namen gelten Regeln aus dem FEDIAF-Kodex, den EU-Kommission und Mitgliedstaaten gebilligt haben [1]:
| Name auf der Packung | Mindestanteil der Zutat |
|---|---|
| „Huhn“ oder „Huhn-Menü“ | 26 % |
| „reich an Huhn“, „extra Huhn“ | 14 % |
| „mit Huhn“ | 4 % |
| „mit Huhn-Geschmack“ | mehr als 0 und unter 4 % |
Auch diese Anteile beziehen sich auf die Einwaage, also inklusive Wasser. Und „frisch“ darf nur heißen, was gekühlt, aber nicht gekocht, getrocknet, gefroren oder hydrolysiert ist [1].
Zum Fleischanteil zählen wir Muskelfleisch, Fisch und Innereien wie Herz, Leber oder Lunge. Das entspricht dem, was der FEDIAF-Kodex für Fleischangaben vorsieht [1]. Nicht dazu zählen Ei, Blut, Milch, Fett, Öl und Brühe, auch wenn sie tierischen Ursprungs sind. Sie liefern Nährstoffe, aber sie sind nicht das, was Halter mit „Fleischanteil“ meinen.
Im Nassfutter wird nichts getrocknet. Das Fleisch steckt mit seinem Wasser in der Dose, und der deklarierte Anteil gilt so, wie du ihn verfütterst. Deshalb liegen die Zahlen viel höher: Unter den benoteten Sorten mit genau bekanntem Anteil liegt die Mitte beim Nassfutter bei 65 % laut Etikett, beim Trockenfutter bei 30 % nach Umrechnung. Die beiden Werte beschreiben Verschiedenes und lassen sich nicht direkt vergleichen. Deshalb bewerten wir beide Formen auf getrennten Skalen.
Beispiel aus dem Bestand, Nassfutter
Laut Etikett 84 % Fleisch und Fisch. Im Nassfutter gilt der Anteil so, wie er in der Dose steckt, es wird nichts umgerechnet.

4,89 €am Tag
Für einen 20-kg-Hund: 559 g Futter
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Viele Halter wünschen sich möglichst viel Fleisch im Napf. Fachlich ist das eine Vorliebe, kein Qualitätsmaß. Hunde brauchen Nährstoffe wie Aminosäuren, Fettsäuren, Mineralstoffe und Vitamine; einen Bedarfswert für „Fleisch“ gibt es in den Leitlinien nicht [7].
In unserer Vergleichsnote zählt der Fleischanteil trotzdem, mit 40 %, weil er für viele Käufer die wichtigste Frage ist. Wir kennzeichnen ihn aber offen als Vorliebe, und er hat keine Mehrheit: Proteinreserve und Offenlegung machen zusammen 60 % aus. Wie das genau gerechnet wird, steht in der Methodik.
Viele Futter nennen gar keine Prozentangaben, oder nur für einzelne Zutaten. Dann lässt sich der Anteil nicht bestimmen. Wir setzen für die Note in diesem Fall einen Ersatzwert an: das untere Viertel der Sorten derselben Form, deren Anteil wir genau kennen.
23,5 %
Warum das untere Viertel und nicht die Mitte? Wer viel Fleisch verwendet, wirbt damit und nennt Prozente. Die Sorten mit Angabe sind also eher die fleischreichen. Die Mitte würde Schweigen belohnen, das untere Viertel ist nahezu neutral. Außerdem bekommt ein Futter mit geschätztem Fleischanteil höchstens die Note B. Ein A gibt es nur für das, was sich nachrechnen lässt.
Luca betreibt NapfScout und schreibt die Ratgeber. Jede Faktenaussage ist mit einer Quelle belegt; wo die Forschung uneins ist, steht die Evidenzstufe dabei. Zahlen aus dem eigenen Bestand werden bei jedem Datenabruf neu berechnet. Wie die Vergleichsnote entsteht, steht in der Methodik.