
1,87 €am Tag
Für einen 20-kg-Hund: 283 g Futter
- Preis pro kg
- 6,60€/kg
- FleischFleisch nach Trocknung
- 41%
, laut Etikett 50 %
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Offene oder geschlossene Deklaration: Was die Zusammensetzung auf dem Hundefutter verraten muss, was Sammelbegriffe bedeuten und wie du sie liest.
Die Deklaration ist alles, was auf einem Hundefutter stehen muss: welche Art Futter es ist, woraus es besteht, welche Nährstoffe es in welcher Menge enthält und welche Zusatzstoffe zugesetzt sind [1]. Beim Teil „Zusammensetzung“ haben Hersteller eine Wahl. Sie können jede Zutat einzeln nennen oder Gruppen unter Sammelbegriffen zusammenfassen. Das eine heißt offene, das andere geschlossene Deklaration. Beides ist erlaubt. Was du daraus ablesen kannst, unterscheidet sich aber erheblich.
Die Futtermittel-Verordnung der EU schreibt für Heimtierfutter unter anderem vor [1]:
Die Futterart ist die wichtigste Angabe von allen. Nur ein Alleinfuttermittel reicht allein für die tägliche Ration. Was die analytischen Bestandteile bedeuten, erklärt der Ratgeber Analytische Bestandteile. Hier geht es um die Zusammensetzung.
Bei der offenen Deklaration steht jede Zutat einzeln in der Liste, sortiert nach Gewicht, die schwerste zuerst [1]. Maßgeblich ist das Gewicht beim Einwiegen. Frisches Fleisch geht mit seinem Wasser in die Liste ein und steht deshalb weiter vorn, als es seinem Anteil im fertigen Trockenfutter entspricht [3].
Prozentangaben sind freiwillig, mit einer Ausnahme: Wer eine Zutat hervorhebt, auf der Packung, im Namen oder im Bild, muss ihren Anteil angeben [1]. Genannte Prozente sind verbindlich; nach unten gibt es keine Toleranz [2]. Eine offene Deklaration mit vielen Prozentangaben ist deshalb die beste Grundlage, um ein Futter nachzurechnen.
Beispiel aus dem Bestand, Trockenfutter
Die Zusammensetzung beginnt mit: Gänseprotein (20 %), Entenprotein (17 %), Süßkartoffeln (12,5 %), frisches Gänsefleisch (12 %), Süßkartoffelmehl (10,5 %).
Offene Deklaration: jede Zutat einzeln genannt. 39 von 39 Zutaten mit Prozentangabe.

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Für einen 20-kg-Hund: 283 g Futter
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Bei der geschlossenen Deklaration fassen Hersteller Zutaten zu Kategorien zusammen. Typische Begriffe sind „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“, „Getreide“, „pflanzliche Nebenerzeugnisse“, „Öle und Fette“ oder „Mineralstoffe“. Diese Kategorien sind rechtlich festgelegt und ausdrücklich zulässig [1, 2]. Die Kategorien stehen ebenfalls nach Gewicht sortiert.
Welche Tierart, welches Getreide oder welcher Teil vom Tier in einer Kategorie steckt, muss das Etikett dann nicht sagen. Darin liegt der Unterschied zur offenen Deklaration, nicht in der Qualität. „Tierische Nebenerzeugnisse“ klingt schlechter, als es sein muss. Die Kategorie umfasst Teile geschlachteter Tiere, zu denen auch Innereien wie Herz, Leber oder Pansen gehören können [2]. Was genau im Futter steckt, lässt sich aus dem Begriff nur nicht ablesen.
Beispiel aus dem Bestand, Trockenfutter
Die Zusammensetzung beginnt mit: Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse Rind (44 %), Getreide, pflanzliche Nebenerzeugnisse, Gemüse, Lebertran (1,8 %).
Geschlossene Deklaration: Sammelbegriffe statt einzelner Zutaten. 2 von 7 Zutaten mit Prozentangabe.

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Für einen 20-kg-Hund: 310 g Futter
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Viele Etiketten liegen dazwischen. Häufig ist eine Kategorie mit einer hervorgehobenen Tierart, etwa „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (davon 4 % Huhn)“. Das erfüllt die Regel für „mit Huhn“, die mindestens 4 % verlangt [3]. Über den Rest der Kategorie sagt es nichts. Andere Hersteller nennen die meisten Zutaten einzeln und fassen nur Mineralstoffe oder Kräuter zusammen. In unseren Daten gilt ein Futter als geschlossen deklariert, sobald in der Zusammensetzung eine der Kategorien aus der Verordnung steht, etwa „Getreide“ oder „Öle und Fette“.
Weniger, als man hofft. Die Tierernährer der Tufts University halten es für unmöglich, die Qualität eines Futters am Etikett oder an der Zutatenliste abzulesen. Ein Grund ist das Wasser: Frisches Huhn an erster Stelle kann weniger Huhn bedeuten als Hühnermehl an zweiter oder dritter [6]. Außerdem verrät die Liste weder, wie gut die einzelnen Zutaten sind, noch ob sie in den richtigen Mengen eingesetzt werden [7]. Die Weltvereinigung der Kleintierärzte (WSAVA) rät deshalb, sich an den Hersteller zu halten: wer die Rezeptur entwickelt und wie die Qualität kontrolliert wird [4].
Die Offenlegung macht 35 % unserer Vergleichsnote aus. Sie belohnt nicht, was im Futter steckt, sondern wie gut es sich prüfen lässt. Von 100 Punkten gibt es:
In unserem Bestand sind 141 von 2.235 Trockenfuttern und 457 von 2.444 Nassfuttern geschlossen deklariert. Wie alle Teile zusammen die Note ergeben, steht in der Methodik.
Unter „Zusatzstoffe“ stehen Stoffe, die dem Futter gezielt zugesetzt werden. Vitamine und Spurenelemente, für die es gesetzliche Höchstgehalte gibt, etwa Vitamin A, Vitamin D3, Kupfer, Zink, Selen und Jod, müssen mit ihrer Menge je Kilogramm genannt werden [1]. Die Angabe zeigt, was der Hersteller ergänzt hat, nicht den Gesamtgehalt: Was die Zutaten selbst mitbringen, kommt hinzu. Ob ein Futter bei Vitaminen und Spurenelementen alle Empfehlungen erreicht, lässt sich aus dem Etikett deshalb nicht ablesen.
Daneben stehen technologische Zusatzstoffe, zum Beispiel Antioxidantien, die das Fett im Futter vor dem Ranzigwerden schützen. Ethoxyquin, lange ein verbreitetes synthetisches Antioxidans, ist in der EU seit 2022 nicht mehr zugelassen [5]. Wer Futter mit Tocopherolen oder Rosmarinextrakt bevorzugt, findet die Angabe ebenfalls in diesem Teil der Deklaration.
Den Schritt vom Etikett zur Bewertung nehmen wir dir auf jeder Produktseite ab. Die Deklaration selbst zu lesen, lohnt sich trotzdem, vor allem beim Wechsel auf ein neues Futter: Ändert ein Hersteller die Rezeptur, siehst du es zuerst dort.
Luca betreibt NapfScout und schreibt die Ratgeber. Jede Faktenaussage ist mit einer Quelle belegt; wo die Forschung uneins ist, steht die Evidenzstufe dabei. Zahlen aus dem eigenen Bestand werden bei jedem Datenabruf neu berechnet. Wie die Vergleichsnote entsteht, steht in der Methodik.